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Batterieverordnung

Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien oder mit der Lieferung von Geräten, die Batterien enthalten, sind wir verpflichtet, Sie auf folgendes hinzuweisen:Sie sind zur Rückgabe gebrauchter Batterien als Endnutzer gesetzlich verpflichtet. Sie können Altbatterien, die wir als Neubatterien im Sortiment führen oder geführt haben, unentgeltlich an unserem Versandlager Hildesheimer Str.67 31061 Alfeld/Leine zurückgeben. Die auf den Batterien abgebildeten Symbole haben folgende Bedeutung:Das Symbol der durchgekreuzten Mülltonne bedeutet, dass die Batterie nicht in den Hausmüll gegeben werden darf.Pb = Batterie enthält mehr als 0,004 Masseprozent BleiCd = Batterie enthält mehr als 0,002 Masseprozent CadmiumHg = Batterie enthält mehr als 0,0005 Masseprozent Quecksilber.Bitte beachten Sie die vorstehenden Hinweise.

Hinweise zum Umgang mit Li-Ionen-Akkus

Ladung

Die Ladeschlussspannung beträgt typischerweise 4,0 –4,2 V, teils auch 4,3 V, was etwas höhere Kapazitäten ermöglicht, aber auf Kosten einer reduzierten

Zykluszahl. Da Li -Ion -Akkus keinen Memory -Effekt kennen u nd auch nicht formiert werden müssen, werden sie immer auf die gleiche Art geladen: Zuerst wird

mit konstantem Strom geladen, der bei den meisten handelsüblichen Zellen 0,6 bis 1 C nicht übersteigen darf. Schnellladefähige Zellen vertragen je nach Typ aber

auch 2 C, 4 C oder gar 8 C. Generell ist es möglich, Li -Ion -Akkus mit einem geringeren Ladestrom als dem Nennstrom zu laden; meist erhöht sich dadurch auch

die erreichbare Zyklenzahl etwas.

Entladung

Die Spannung des Li -Ion -Akkus sinkt während der Entladu ng zunächst recht schnell von der erreichten Ladeschlussspannung auf die Nennspannung (ca. 3,6 bis

3,7 V) ab, sinkt dann aber während eines langen Zeitraums kaum weiter ab. Erst kurz vor der vollständigen Entladung beginnt die Z ellenspannung wieder stark z u

sinken. Die Entladeschlussspannung beträgt je nach Zellentyp um die 2,5 V; diese darf nicht unterschritten werden, sonst wird die Zelle durch irreversible

chemische Vorgänge zerstört. Viele Elektronikgeräte schalten aber schon bei deutlich höheren Spannu ngen, z. B. 3,0 V, ab.

Es ist empfehlenswert, Li -Ionen -Akkus „flach“ zu (ent -)laden, da sich deren Lebensdauer so verlängert. Wenn ein Li -Ionen -Akku immer von 100 % Ladezustand

auf 0 % entladen wird, bevor er wieder geladen wird, erreicht er nur die minima le Zykluszahl. Besser ist es, je nach Typ, z. B. 70 % Entladetiefe anzuwenden.

Dies bedeutet, dass der Akku noch 30 % Restkapazität enthält, wenn er wieder geladen wird.

Lagerung /Selbstentladung

Der Akku altert schneller, je höher seine Zellenspannung is t, daher ist es zu vermeiden, einen Li -Ion -Akku ständig 100 Prozent geladen zu halten. Der

Ladezustand sollte 55 –75 % betragen, kühle Lagerung ist vorteilhaft. Ältere Quellen nennen eine Selbstentladung bei 5° Celsius von etwa 1 -2 % pro Monat, bei

20° Cels ius etwa 30 % pro Monat. Aktuelle Angaben geben eine Selbstentladung von 3 %/Mon at auch bei Zimmertemperatur an. Hersteller empfehlen eine

Lagerung bei 15 °C bei einem Ladestand von 60 %. Ein Akku sollte etwa alle sechs Monate auf 55 –75 % nachgeladen werde n. Lithium -Ionen -Akkumulatoren

dürfen sich auch bei Lagerung nicht unter 2,5 V pro Zelle entladen. Eventuell flüssige oder gelförmige Elektrolyte in der Zelle dürfen nicht gefrieren, was einer

Mindesttemperatur um −25 °C entspricht. Überladung

Bei einem Überladungsversuch wird bei einem Akku mit integrierter Überwachungselektronik die Zelle von den äußeren Kontakten getrennt, bis die zu hohe

Spannung nicht mehr anliegt. Danach kann er meist ohne Probleme wieder verwendet werden. Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Akkus enthalten eine solche

Überwachungsel ektronik. Bei Überladung verschiedener Li -Ion -Akkus kann sich metallisches Lithium an der Anode ablagern und/oder es wird Sauerstoff aus der

Kathode freigesetzt. Letzterer gast bestenfalls durch ein Sicherheitsventil aus, oder reagiert mit Elektrolyt oder Anode. Dadurch heizt sich der Akkumulator auf

und kann sogar in Brand geraten. Andere Lithium -Ionen -Akkus, wie der LiFePO 4 -Akku sind thermisch stabil, werden aber bei Überladung ebenfalls irreversibel geschädigt.

Tiefentladung

Bei einer Tiefentladung von Z ellen schaltet eine eventuell vorhan dene interne Sicherung oder ein BMS den Akku, meist nur temporär, ab. Es liegt dann an den

externen Kontakten des Akkupacks überhaupt keine Spannung mehr an, das heißt er kann nicht noch weiter entladen werden. Manch e La degeräte weigern sich,

einen derartig defekt anmutenden Akkumulator wieder zu laden, da in diesem Fall an den externen Kontakten keine Spannung mess bar ist. Der Akku wird jedoch

von seiner Schutzelektronik meist wieder an die Kontakte geschaltet, sobald ei ne äußere Spannung anliegt. In solchen Fällen kann es helfen, ein anderes Ladegerät

zu verwenden. Wenn eine Zelle auf unter 1,5 V entladen wurde, sollte sie nicht mehr verwendet werden, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sich Brücken

ausgebildet, die zu einem Kurzschluss führen. Die Zelle wird instabil und erhitzt sich stark. Es kann Brandgefahr bestehen.

Ladegeräte

Herkömmliche Li -Ionen -Akkus dürfen nur mit einer speziellen Ladeschaltung geladen werden. Die Elektronik steuert den ladungsabhängigen Lad estrom und

überwacht insbesondere die exakt einzuhaltende Ladeschlussspannung . Auch bei vorhandener interner Schutzschaltung sollte nur mit passenden Geräten geladen

werden. Schnell -Ladegeräte sollten immer unter Aufsicht und möglichst nicht in der Nähe br ennbarer Materialien benutzt werden.

Gefahren beim Umgang mit Lithium -Ionen- Akkus : Folgende Risiken sind bekannt:

Mechanische Belastung

Mechanische Beschädigungen können zu inneren Kurzschlüssen führen. Die hohen fließenden Ströme führen zur Erhitzung des Akkumulators. Gehäuse aus

Kunststoff können schmelzen und entflammen. Unter Umständen ist ein mechanischer Defekt nicht unmittelbar zu erkennen. Auch l ängere Zeit nach dem

mechanischen Defekt kann es noch zum inneren Kurzschluss kommen.

Chemische Reaktionen

Lithium ist ein hoc hreaktives Metall. Zwar liegt es in Lithiumbatterien nur als chemische Verbindung vor, allerdings sind die Komponenten eines Li -Ionen -Akkus

oft leicht brennbar. Ausgleichsreaktionen beim Überladen, zum Beispiel die Zersetzung von Was ser zu Knallgas wie bei anderen Akkus, sind nicht möglich. Li -

Ionen -Akkus sind hermetisch gekapselt. Dennoch sollten sie nicht in Wasser getaucht werden, insbesondere in vollgeladenem Zustand. Brennende Akkus dürfen

daher nicht mit Wasser, sondern sollten zum Beispiel mit Sand gelöscht werden. In den meisten Fällen besteht im Falle eines Brandes lediglich die Möglichkeit,

auftretende Folgebrände zu löschen und den Akkumulator kontrolliert abbrennen zu lassen. Die Elektrolytlösung ist meist brenn bar. Ausgela ufene

Elektrolytlösung eines Li- Ionen -Akkus kann fern vom Akku mit Wasser abgewaschen werden.

Thermische Belastung, Brandgefahr

Bei thermischer Belastung kann es bei verschiedenen Lithium -Ionen -Akkus (→ Lithium -Polymer -Akkumulator ) zum Schmelzen des Separators und damit zu einem inneren Kurzschluss mit schlagartiger Energiefreisetzung (Erhitzung, En tflammung) kommen. Neuartige Akkuentwicklungen ( LiFePO4 ) oder keramische,

temperaturbeständigere Separatoren gewähren eine erhöhte Sicherheit, haben sich allerdings noch nicht umfassend durchgesetzt. Interne Schutzschaltungen oder

Batteriemanagementsysteme (BMS) mit Temperatursensoren, eine Spannungsüberwachung und Sicherheitsabschaltungen sollen bei Überladung oder Überlastung

eine Erhitzung bzw. Entzündung verhindern.

WICHTIG!!! :

Li-Ionen -Akkus dürfen, wie andere Akkumulatoren auch, nicht kurzgeschloss en werden. Durch Kurzschluss (auch mit Metallschmuck oder Werkzeugen) können

durch die hohen Ausgleichströme Feuer oder Verbrennungen verursacht werden.​

Sicherheitshinweise für Lithium Ionen Akkus

Risiken/Gefahren

Bei unsachgemäßer Verwendung von Lithium Ionen Akkus (Zerlegen, Zerbrechen, Überhitzen) können diese

explodieren oder Brände verursachen. Lithium Ionen Akkus enthalten brennbare und/oder ätzende Lösungen und

Lithiumsalze, welche im Falle des Auslaufens zu Irritationen der Haut, der Augen und der Schleimhäute führen

können. Wenn Lithium Ionen Akkus entlüften, können austretende Dämpfe eine Gefährdung der Gesundheit

darstellen.

Umgang

- Von Hitze, offenem Feuer und ätzenden Flüssigkeiten fernhalten.

- Nicht beschädigen oder verbrennen.

- Beschädigte Lithium Ionen Akkus sind sofort in entsprechenden Behältnissen zu entsorgen.

Persönlicher Schutz bei Unfällen

- Entsprechende Schutzkleidung tr agen (Handschuhe, Schutzbrille etc.).

- Wenn das Risiko besteht, dass Dämpfe austreten, schweren Atemschutz sowie Ganzkörperschutz tragen.

Austritt von Flüssigkeit

- Bereich isolieren, Lithium -Ionen -Akku abkühlen und Dämpfe entweichen lassen.

- Haut - und Augenkontakt sowie das Einatmen von Dämpfen vermeiden.

- Ausgetretene Flüssigkeiten mit Absorptionsmittel aufnehmen und entsprechend Entsorgen.

Brandbekämpfungsmaßnahmen

- Löschmittel - Da sich in einem Lithium -Ionen -Akku i.d.R. kein metalisches Lithium b efindet, können gebräuchliche

Löschmittel (z.Bsp. ABC -Pulverlöscher, CO2 -Löscher oder Wasser) verwendet werden. Der Einsatz des Löschmittels

ist allerdings abhängig vom brennenden Material (z.Bsp. Öl, Plastik, etc.).

- Spezielle Brandbekämpfungshinweise - Wenn möglich, Akkus aus dem Brandbekämpfungsbereich entfernen. Wenn

eine Erhitzung über 125 °C eintritt, können die Zellen Feuer fangen bzw. explodieren.

- Brandbekämpfungsausrüstung - Schweres Atemschutzgerät und Ganzkörperkleidung tragen.

- Gefährliche A bbauprodukte - Die Zellen selbst sind nicht entzündbar, allerdings die im Innern befindlichen

organischen Materialien (Lösungsmitte auf alkoholischer Basis (Brandklasse B oder ggf. C) sowie der Kunststoff der

Umhüllung bzw. die Polymerfolie (Brandklasse A) . Hier sind auch die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen für

Kunststoffbrände (giftige Gase etc.) zu beachten und die Methoden zur Löschung solcher Brände zu verwenden.

Verbrennungsprodukte beinhalten u.a. Fluorwasserstoff, Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoff dioxid.

Erste Hilfe

Im Fall des Kontakts mit freiwerdenden Elektrolyten, Gasen oder Brandnebenprodukten eines Lithium Ionen Akkus,

sind folgende Erste Hilfe Maßnahmen zu beachten:

- Augen - Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich für mindestens 15 Mi nuten mit Wasser spülen. Augenlieder

dabei aufhalten, um die komplette Spülung des Auges zu gewährleisten!

- Haut - Kontaminierte Kleidung ausziehen und Haut unter kaltem Wasser für mindestens 15 Minuten abspülen.

- Atemwege - Frischluftversorgung sicherstellen. Wenn notwendig, Erste -Hilfe -Maßnahmen durchführen.

- Im Anschluss in jedem Fall einen Arzt konsultieren.

Abfallentsorgung

- Entsorgung in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Bestimmungen.

- Geöffnete Zellen sollten als Sondermüll behan delt und entsprechend entsorgt werden.